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SPD Gaiberg

Führungswechsel SPD Gaiberg 2013


Christiane Bender

Anlässlich der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Gaiberg gab Ingeborg Wankmüller aus gesundheitlichen Gründen nach 13 Jahren die Führung ab. Die Entscheidung war ihr nicht leicht gefallen, denn Frau Wankmüller war seit über drei Jahrzehnten im Ortsgeschehen aktiv beteiligt, 23 Jahre lang Gemeinderatin, Mitbegründerin der Gemeindebiicherei und des Ganseblümchens, darüber hinaus jahrelang Mitglied des Kreistags und anderer Gremien. An ihrer Stelle wurde Christiane Bender einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewahlt. Die Neue ist hier keineswegs fremd, aber noch nicht so bekannt. Ihre Jugend verbrachte sie im benachbarten Waldhilsbach und lebte zwei Jahrzehnte in Wiesloch, seit einigen Jahren in Gaiberg und ist bei der SAP beschaftigt, dort aktives Mitglied der Gewerk- schaft und der Arbeitnehmervertretung.

Uwe Biermann als stellvertretender Vorsitzender dankte Ingeborg Wank­müller für die 13 Jahre zuverlassiger Führung, ein Zeitraum in dem einige Höhepunkte zu bedenken waren: die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Liste der aktiven Gaiberger. die zahlreichen Wahlkampagnen, das 40-jahrige Jubilaum des Ortsvereins 2005, das Europafest vor drei Jahren und nicht zuletzt die Einladung manchen prominenten Gastes, z.B. Lothar Binding MdB über die europaische Finanzkrise. Biermann überreichte ihr unter dem herzlichen Beifall aller Teilnehmer einen Blumenstrauß sowie einige Gaben zur Stärkung und Gesundung. Lars Castellucci war aus Wiesloch hergeeilt, trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen als Kandidat der SPD für die nächste Bundestagswahl, um einen Strauß roter Tulpen zu überbringen und selbstverstandlich einiges zum beginnenden Wahlkampf zu sagen. Helmut Staudt hatte zu Ehren der scheidenden Vorsitzenden ein Gedicht verfasst und vorgetragen.

Der in dieser Versammlung unvermeidliche Jahresrückblick auf die Aktivitäten des Ortsvereins konzentrierte sich, da es ein Jahr ohne Wahlen war, auf die Veranstaltung zur 700-Jahrfeier des Ortes. Der von einem Team geleitete Abend unter dem Titel „Die Gedanken sind frei" mit politischen Liedern und Gedichten aus sieben Jahrhunderten hatte guten Anklang gefunden. Die Produktion des umfangreichen Manuskripts, das durch die technische Hilfe von Christiane Bender auch ein sehr schones Layout erhalten hatte, war denn auch der größte Kostenfaktor fiir den Kassenwart. (Restexemplare des Manuskripts sind noch in der Gemeindebibliothek erhaltlich.) Schließlich wurden bei den fälligen Wahlen die übrigen Vorstandsmitglieder in ihren Funktionen bestätigt: Uwe Biermann als stellvertretender Vor­sitzender. Er und die scheidende Vorsitzende wollen die Aufgaben der Delegierten weiter übernehmen, obwohl die neue Satzung hier Änderungen vorsieht. Beisitzer sind Rüdiger Sauer, Jürgen Dinkel und Ingeborg Wank­müller, Kassenwart Eric Schuh, Schriftführer Helmut Staudt und schließ­lich Kassenprüfer Martin Korner und Dietlind Westerheide.

Anschließend wurden zwei Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt: Riüiger Sauer für 25 Jahre und Helmut Staudt für 40 Jahre. Die spontan gestellte Frage warum man damals in die Partei der Sozis eingetreten sei, führte zu einem lebhaften Rundgesprach mit manchen Erinnerungen an Willi Brands Ostpolitik und selbstverständlich lokale Probleme. Zu größerer Diskussion führte während des insgesamt recht harmonischen Abends der Bericht aus dem Gemeinderat, wobei über den Fortgang bzw. genauer den Stillstand des schon lange geplanten Projekts „Neubau des Ortsmittelpunkts" berichtet wurde. Offensichtlich will der beauftragte Bauträger mit dem Bau nur beginnen, wenn alle Verkaufsverhandlungen abgeschlossen sind oder die Gemeinde Garantien übernimmt. Umgekehrt will der Evangelische Oberkirchenrat, der wegen der Genehmigung des Ankaufs eines Gemeindesaals angefragt ist, keine Zusage für einen Zuschuss geben, solange keine klaren Kosten vorliegen. So scheint es, dass einer die Verantwortung dem anderen zuschiebt. Ob der Bürgermeister das Projekt vorantreiben kann? wurde mehrfach gefragt.

In dem Streit um die mögliche Bebauung der „Streuobstwiesen" (südlich des Lindenplatzes) kam gerade die Nachricht, dass der Gemeindeverwaltungsverband einstimmig die Umwandlung des Verwendungszweckes beschlossen habe und das Gelände nunmehr im Flächennutzungsplan als „Wohngebiet" ausgewiesen wird.

Erfreulich war die Nachricht, dass die Finanzsituation der Gemeinde Gai­berg trotz der verschiedenen Baumaßnahmen relativ gut ist und das Projekt Ortsmittelpunkt eigentlich mutig in Angriff genommen werden könnte.

Schließlich wurde es noch einmal recht lebhaft, als es um die europaische Finanzkrise ging und insbesondere um die zahlreichen arbeitslosen Jugendlichen in den südlichen Nachbarländern. Lars Casellucci erklärte, warum der Handlungsrahmen der EG hier leider einigermaßen beschränkt ist, dass Auflagen bei Finanzspritzen zwar möglich sind, aber die Umsetzung eines solchen Förderprogramms eben ganz in nationaler oder regionaler Verant­wortung der Staaten liegt. Jedoch sei zu hoffen, dass anhaltender Druck durch die öffentliche Meinung bei den zuständigen Lokal- und Sozialpolitikern doch zu einem Umdenken, zu mehr Phantasie und Investitionen führt.

Helmut Staudt

 

 
 

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